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Sonderausstellung

In der Dachgalerie werden jährlich vier wechselnde Sonderausstellungen mit überwiegend zeitgenössischer Kunst aus Schleswig-Holstein gezeigt.

Alle Termine unter Vorbehalt, Änderungen möglich.

 

Sonderausstellung im Schloss vor Husum ab 19. April 2026

Wolfgang Werkmeister - Illustre Vielfalt
Zeichnungen, Radierungen, Malerei aus sieben Jahrzehnten

Laufzeit: 19. April bis 13. September 2026 

Das künstlerische Schaffen von Wolfgang Werkmeister spiegelt eine besonders facettenreiche, bunte und bemerkenswerte Verschiedenartigkeit wieder, die sich in Zeichnungen, Radierungen, Gouachen und Malerei manifestiert. 

Wolfgang Werkmeister hat sich augenscheinlich als Grafiker einen Ruf erarbeitet. Dennoch ist sein künstlerisches Œuvre wesentlich umfangreicher und umfasst neben Grafik auch Malerei. Seine zeichnerische Ausdruckskraft birgt Leichtigkeit, intensive Beobachtungsgabe und subtilen Humor. Illustrative Dokumentation bezeugen sowohl handwerkliche Perfektion sowie sein natürliches Verständnis für Bildkomposition. 

Die Motive seiner Werke entspringen nicht fantasievollen Konstruktionen, sondern der realen Welt, die uns umgibt. Zum Teil durch Stipendien ermöglicht, dienen Studieneisen an den Oberrhein, nach Oslo, Paris, Südfrankreich, Spanien, Marokko, in die USA oder nach Neuguinea ihm dabei als vielfältige Inspirationsquellen.

Die Motive treten prägnant, in starken Kontrasten und dennoch gegensätzlich harmonierenden Liniensystemen in Erscheinung. Harmonie und ein geometrisches Gerüst bilden die bildhaft-flächige Ordnung, die der Naturbildhaftigkeit mittels eigenständig hinzugefügter Elemente widersprechen. 

Trotz seiner intensiven Arbeit auf dem Gebiet der Grafik war die Farbe und deren malerischer Ausdruck ein Faszinosum, dass Werkmeister stets beschäftigte. So belegen seine ausgestellten Arbeiten, die Übertragung auf das Medium. Figurenszenen und Accessoires kontrastieren abwechslungsreich zu dem grafisch malerischen Geflecht ihrer Umgebung in atmosphärischer Tiefe. 

Dem gegenüber stehen die aktuellen Gemälde. Die ansonsten für Werkmeisters Grafik spezifischen Schwarz-Weiß-Abstufungen übernehmen nun intensiv die farblichen Differenzierungen in tiefgründiger Intensität. Das individuelle Erleben der Schönheit entfernt sich nicht vordergründig von der Realität, sondern lässt das Objekt entdecken - gewährt seine Lust am Sehen dem Betrachter. Oftmals wird die lokalfarbige Gebundenheit zugunsten einer spezifischen Akzentuierung aufgehoben. 

Sein Repertoire an bildnerischen Mitteln wird aus der Landschaft und der illustrativ situativen Darstellung bezogen. Die Kompositionen sind subjektiv kontemplative Intentionen, den spirituellen Hintergrund der Natur sichtbar zu machen. Künstlerische Impulse wirken thematisch fokussiert und zugleich blickerweiternd gegen die Flüchtigkeit des Augenblicks gerichtet.

Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, den 19. April 2026 um 11:30 Uhr im Rittersaal im Schloss vor Husum. 

(12.04.2026)

Sonderausstellung im Poppenspäler Museum

Noah. Theaterfiguren erzählen von Hoffnung

Laufzeit: 1. März 2026 bis 18. Februar 2027

Das Poppenspäler Museum zeigt in seiner neuen Ausstellung Figuren unterschiedlichster Art zur biblischen Noah-Geschichte. Doch nicht nur die als Schattentheater aufgebaute Arche und zahlreiche Tiere diverser Herkunft und Machart, haben sich paarweise aus dem reichhaltigen Fundus des Poppenspäler Depots auf den Weg begeben und bevölkern den Ausstellungsraum. Auch thematisch ergänzende Exponate aus der Bildenden Kunst von Richard Haizmann und Otto Beckmann stehen den detailreichen Tischfiguren von Noah und seiner Familie gegenüber.

Unsere familienfreundliche Figurentheater- Ausstellung möchte zu einer persönlichen Begegnung anregen, mit einer Geschichte, die wohl jeder Mensch damals und heute schon einmal gehört hat. Das weltumspannende Ereignis einer großen Flut, das nicht nur in der Bibel Erwähnung findet, sondern sich auch durch zahlreiche Volkserzählungen aus der ganzen Welt ins kollektive Gedächtnis eingeprägt hat, bezeugt und formuliert Urängste der Menschheit. Am Ende steht ein leuchtender Regenbogen als Zeichen des göttlichen Bundes mit den Menschen. 
Das Puppentheater Berlin (Ehepaar Treu), dessen Noah-Inszenierung den Ausgangspunkt der Ausstellung bildet, formuliert es in seiner Bühnenfassung mit: "Und gleichzeitig regiert die Hoffnung".

(27.02.2026)

 

Sonderausstellung im Schloss vor Husum ab 16. November 2025

"Fiese Gewächse und solche mit krimineller Vergangenheit"
Fotografien von Heidi und Hans-Jürgen Koch

Laufzeit:  16. November 2025 bis 12. April 2026

Gibt es etwas Unschuldigeres als Pflanzen? Dieser beinahe rhetorischen Frage sind Heidi und Hans-Jürgen Koch in ihrem aktuellen Projekt nachgegangen. Das renommierte Fotografenduo, bekannt für seine essayistischen und ausgezeichneten Bildreportagen über das Verhältnis von Mensch und Natur, richtet in der Ausstellung „Fiese Gewächse und solche mit krimineller Vergangenheit“ seinen Blick auf die verborgene Doppelnatur der Pflanzenwelt.

Mit feinem Gespür für Ästhetik und wissenschaftlicher Präzision zeigen die Kochs, dass die Welt der Pflanzen keineswegs so harmlos ist, wie sie scheint. Wo Blüte und Farbe betören, lauert mitunter Gefahr – denn Pflanzen haben gelernt, sich zu wehren. Ihre Gifte sind hochwirksame chemische Waffen, die quälen, töten oder – richtig dosiert – heilen können.

So erinnert die Ausstellung auch daran, dass zwischen Gift und Heilmittel oft nur eine feine Grenze verläuft. Ein Beispiel dafür liefert der Krokus, der in Husum alljährlich die Schlosswiesen in ein lilafarbenes Blütenmeer verwandelt und die Stadt weit über Nordfriesland hinaus berühmt gemacht hat. Während die Husumer Krokusblüte Sinnbild für Frühling und Erneuerung ist, birgt in anderen Regionen der Safrankrokus (Crocus sativus) eine medizinische Wirkkraft, die seit Jahrhunderten genutzt wird: Seine leuchtend roten Narben liefern den kostbaren Safran, der krampflösend, stimmungsaufhellend und schmerzlindernd wirkt – sofern er in der richtigen Dosis angewendet wird.

Ganz im Sinne von Paracelsus’ Erkenntnis „Die Dosis macht das Gift“ spüren Heidi und Hans-Jürgen Koch in ihren Fotografien dieser Ambivalenz nach: Sie zeigen die Schönheit, Verführungskraft und Gefährlichkeit pflanzlicher Lebensformen – und halten dem Betrachter zugleich einen Spiegel vor. Denn am Ende entscheidet der Mensch, ob eine Pflanze Nahrung, Droge oder Medizin wird.

(16.11.2025)